Dokumentation



"Gefahr von Salafisten an Hamburger Schulen?"

Abschrift vom Bildschirm:
lifeinfo.de. Quelle: NDR Hamburg Journal (TV), 20. Februar 2014 – Auszug

Anmerkung: Der nachstehende "Hintergrundvermerk" befindet
sich noch unter behördlichem Verschluss. Um seine Freigabe wird
in Hamburg derzeit (Ende Feb. 2014) auf parlamentarischer Ebene
gerungen.
-lifeinfo.de

Hamburger Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI)

4.12.2013 – Autor: Kurt Edler

Hintergrundvermerk: Religiös gefärbte Konfliktlagen an Hamburger Schulen

[...]

2.1 Umfeld

Nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand entwickeln sich die Dinge besonders in Hamburgs (Osten…) eher ungünstig. Zumindest der Stadtteil Mümmelmannsberg, so ergaben die oben genannten Beratungsrunden, scheint im Fokus organisierter islamistischer Aktivitäten zu stehen, die auf mehrfache Weise die Aufmerksamkeit der Sicherheitsbehörden auf sich ziehen. Aber auch aus anderen… Stadtteilen werden ähnliche Entwicklungen berichtet. Geschildert wurden Nötigungsversuche… im öffentlichen Raum. Nichtmuslime werden von Gruppen von Jugendlichen aufgefordert, bestimmte Läden oder Zonen nicht zu betreten. Mädchen und Frauen werden aufgefordert, sich religiös zu kleiden. Im Moscheeverein ist es zu salafistischen Übergriffen unter anderem mit Gewaltandrohung gekommen, so dass die Polizei um Hilfe gebeten werden musste.

 

2.2 Extremistische Einflüsse

In einzelnen Konfliktfällen wird bei Schülern, aber auch Eltern eine salafistische Orientierung (beziehungsweise) Beeinflussung erkennbar. Das gilt sowohl für einen 16-jährigen Schüler, der im Niqab-Fall an der StS [Stadtteilschule] Bergedorf eine Rolle spielte, als auch bei Sek-II-Schülern, die teilweise in eine aggressiv verbale Konfrontation mit Lehrkräften oder Mitschülern gehen. Solche Verhaltensweisen sind in den Vorjahren seitens des Gymnasiums Hamm und der StS Stellingen berichtet worden. Jüngst wurde durch den Schulleiter des Kurt-Körber-Gymnasiums ähnliches berichtet. An das LfV [Landesamt für Verfassungsschutz] vermittelt wurde auf Anraten des Landesinstituts für Lehrerbildung (LI) die Anfrage einer Mutter, bei deren Sohn die Gefahr bestand, durch den salafistischen Vater, der den Sicherheitsorganen bekannt ist, und anderen Jugendlichen zur Teilnahme am Krieg in Syrien bewogen zu werden.

 

2.3 Schule im Stadtteil

Von den Schulleitungen wird berichtet, dass muslimische Eltern von anderen Muslimen aufgefordert wurden, auf die Kleidung ihrer Töchter zu achten. Im öffentlichen Raum Mümmelmannsberg habe in der letzten Zeit ebenso wie am Bildungszentrum die religiöse Bekleidung sichtlich zugenommen. Eine ähnliche Tendenz wird von der StS Öjendorf und von der Schule An der Glinder Au berichtet. Im Elternrat der Grundschule Mümmelmannsberg sei seitens liberaler Muslime eine erhebliche Besorgnis über die Entwicklung im Stadtteil ausgedrückt worden. Dies wird seitens der meisten Schulleitungen bei den oben genannten Gesprächen bestätigt. Es wird die Befürchtung ausgedrückt, dass das Anmeldeverhalten von Eltern dadurch beeinflusst werde. In einem Fall sei es nach diskriminierendem Verhalten von Mitschülern zur Abmeldung eines Kindes aus einer alevitischen Familie gekommen; die Situation in Mümmelmannsberg werde den Trend zur Anmeldung an Privatschulen oder an der Wichernschule verstärken, so die Einschätzung. Aufmerksam gemacht wird auch auf die Möglichkeit hingewiesen, ..., indem salafistische Eltern darauf bestünden, dass auf dem Weg von der Schule zum außerschulischen Anbieter die Kinder nur von Personen aus ihrem Kreis begleitet würden. Die Herbeiziehung von Vertretern des islamischen Glaubens zur Konfliktlösung erweist sich dabei nicht in jedem Fall als hilfreich; so musste die StS Bergedorf feststellen, dass der dortige Imam (Ditib-Moschee) in einem Beratungsgespräch mit der Schulleitung das Insistieren der Schülerin auf der Gesichtsverhüllung verteidigte.

 

2.4 Innerschulische Entwicklung

Von der StS Mümmelmannsberg wird berichtet, dass sich mittlerweile eine deutliche Anspannung und Besorgnis in Kollegium und Schulgemeinschaft feststellen lasse. Auf einer Jahrgangsreise seien mehr als 10 % der Schülerinnen nicht mitgefahren. Eine jahrgangsspezifische Umfrage habe ergeben, dass von 15 Antwortenden 4 Lehrkräfte Vorfälle von Geschlechterdiskriminierung vermeldeten, 4 Lehrkräfte Nötigungsdruck wegen Kleidung und eine Lehrkraft einen Vorfall von religiös motivierter Gewaltandrohung. Die Schulleitungen mehrerer Grundschulen berichten von einem Tanz- und Spielverbot orthodox-muslimischer Eltern für ihre Kinder sowie von salafistischer Propaganda in den Freundschaftsbüchern. Jungen nehmen am Koranunterricht nichtschulischer Veranstalter teil. Ein von der soeben berichteten Tendenz abweichendes Bild kann der Schulleiter des Kurt-Körber-Gymnasiums verzeichnen, da an dieser Schule die Vielfalt der Religionsgemeinschaften eine islamische Dominanz verhindere. Allgemein wird jedoch der Trend wahrgenommen, mit der jeweiligen Schule in eine ständige Auseinandersetzung hinsichtlich des Essens, des Sport- und Schwimmunterrichts, der Gebetsmöglichkeit und aller unterrichtlichen Fragen zu treten, die Glaubensfragen und das wissenschaftliche Weltbild betreffen. Es sei, so der Stoßseufzer einer betroffenen Pädagoginnen, einfach unglaublich anstrengend. [...]

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Dazu der Leiter des Hamburger Landesamtes für Verfassungsschutz, Manfred Murck: "Das sollten wir verhindern, dass Scharia in Hamburg Schule machen kann" (zitiert nach obigem NDR-Bericht)


Aktuell:

"Wie Salafisten Schule machen" (Caroline Fetscher, Tagesspiegel, 7.7.14)

"Islamismus an Hamburger Schulen – Salafisten im Klassenzimmer"
(FAZ, 14.5.14)


"BRISANT"(MDR)-Bericht über islamische Radikalisierung an Hamburger Schulen

Senator will islamistische Schüler rausschmeißen
http://www.shz.de/hamburg/meldungen/senator-will-islamistische-schueler-rausschmeissen-id5807996.html


Die Salafisten von Mümmelmannsberg
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-02/salafisten-hamburger-schulen


Islamismus an Hamburger Schulen
Muslime machen Druck an Schulen
http://www.taz.de/Islamismus-an-Schulen/!133638/


FUNDAMENTALISMUS IN HAMBURG (HHAbl., 21.2.14):
[Schulsenator] Rabe droht religiösen Eiferern mit Schulverweis

Zur Vertiefung:

NDR-Hamburg-Journal – 19.02.2014, 19:30 Uhr: "Besonders betroffen von religiösen Konflikten, bzw. islamistischen Aktivitäten soll die Ganztagsschule Mümmelmannsberg sein. Islamverbände sind alarmiert".

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/media/hamj32459.html

Hamburger Morgenpost: Auf den Spuren von Hamburgs Islamisten

http://www.mopo.de/nachrichten/muemmelmannsberg-auf-den-spuren-von-hamburgs-islamisten-,5067140,26241508.html



Siehe auch:

"Kopftuchfrei bedeutet Ausgrenzung" - Muslima beklagt Mobbing durch radikale MuslimInnen

Birmingham: State schools isolate non-Muslims (The Telegraph, 18. Apr. 2014)






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