Ein Flüchtlingshelfer gibt auf, oder:
Über die schreckliche Wahrheit des Vorurteils


Von Paul Nellen
©lifeinfo.de, 28.6.2016

Wer wissen will, wodurch genau das Flüchtlingsthema immer mehr zum Glaubwürdigkeitsproblem für den Staat und die etablierte Politik in Deutschland wird, für den gibt es jetzt das authentische Bekenntnis-Video eines jungen ehrenamtlichen Flüchtlingshelfers. Erzählt wird die berührende Geschichte einer großen Enttäuschung:

https://www.youtube.com/watch?v=0uMC0tOa68Y

In unaufgeregten Worten berichtet hier ein unbekannter junger Mann, wie er als idealistischer Humanist vor Monaten begann, aus innerem Antrieb heraus Flüchtlinge zu betreuen. Inzwischen hat er aufgegeben. Er ist zu einer nicht nur für ihn erschreckenden Erkenntnis gelangt. Viele Vorurteile über "Flüchtlinge" sind nur allzu wahr:

Die nicht selten fabrizierten oder schlicht gelogenen "Flucht"- und Fluchtgründe-Stories meist junger Männer; die Bedenkenlosigkeit, mit der manche von ihnen in Deutschland Drogen verdealen, sogar vor den Augen der tatenlos zuschauenden Polizei; die manchmal maßlose Anspruchs- und Vollversorgungsmentalität von Flüchtlingen, die sie schon im Heimatland entwickeln und sie im festen Glauben zum Aufbruch übers Mittelmeer treibt, dass in Deutschland, wie das Gerücht geht, "niemand arbeiten" müsse und dass sie sich selbst daher auch nicht um Arbeit, nicht einmal um den Spracherwerb zu kümmern bräuchten; und nicht zuletzt auch in einem Fall die religiös motivierte Herrenmenschenmentalität gegenüber einem "Ungläubigen" – über alles berichtet uns, ohne Schaum vor dem Mund, ein durch seine Begegnungen mit "Hilfebedürftigen" sehr nachdenklich gewordener junger Wirtschaftsinformatiker.


Seine 24-minütige Offenbarung gipfelt in der Wahrnehmung, dass vieles, was als "rechte Propaganda" denunziert wird, "schlicht der Wahrheit entspricht". Die düstere Einsicht scheint den mutigen Youtuber selbst am meisten zu erschrecken. Doch seine Erlebnisse mit Flüchtlingen lassen sich nicht verdrängen. Der junge Mann lebt, wie er erzählt, selber nur in einer winzigen 26-qm-Wohnung. Sein letzter syrischer Flüchtling, den er betreute, wurde dagegen höchst ungehalten, als man ihm von Amts wegen eine, wie er meinte, "viel zu kleine Wohnung" mit "nur 50 qm" anbot, für die er nicht einmal Miete bezahlen musste. Frustriert brach sein Betreuer den Kontakt daraufhin ab.

Ein Mann, erstaunt und fassungslos, dem in den Niederungen der Realität von Flucht und Zuwanderung jeglicher Idealismus abhanden gekommen ist. Einer, den sie schon, nach diesem Video, "Populist" und "Nazi" schimpfen. Ich erinnere mich noch an 1968, wo man schon "Kommunist" war und "nach drüben" gehen sollte, wenn man das Grundgesetz zitierte ("Eigentum verpflichtet...").

Fast ein Wunder, wenn seine Enttäuschung nicht längst in Hass, seine Besonnenheit nicht in Wut umgeschlagen ist.





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